"Bewährtes Blau" von Hans-Jürgen Linke

Jimmy Cobb, Jazz-Schlagzeuger, ist in diesem Jahr 80 geworden, und die Jazz-Welt hat das sehr wohl bemerkt. Immerhin bekam er in diesem Jahr in den Vereinigten Staaten den Nea Jazz Master Award, einen der wichtigsten Preise in dieser Sparte.

Dennoch steht sein Geburtstag ein wenig im Schatten eines anderen Jubiläums: Vor 50 Jahren nämlich, im Jahre 1959, spielte der Trompeter Miles Davis mit seinem damaligen Sextett eine der einfluss- und folgenreichsten Langspielplatten der Jazz-Geschichte ein: "Kind of Blue". Sie gilt heute algemein als Meilenstein in der Entwicklung der Klangsprache des Jazz und ist nebenbei auch eine der meistverkauften Schallplatten der Jazzgeschichte geworden.
Mehrere Musiker, die später mit Miles Davis zusammengearbeitet haben, haben das runde Kind-of-Blue-Jubiläum zum Anlass einer Tournee genommen; Wayne Shorter etwa, der gut zehn Jahre später in den Kreis um Miles Davis geriet und dort eine prägende Rolle einnahm, wird im November in Europa an mehreren Orten zu hören sein.

Jimmy Cobb aber, der 1958 in Miles Davis´ Band kam, ist der einzige noch lebende Vertreter des 1959er-Sextetts, und er ist zurzeit auf Welttournee. Im Zuge dieser Tournee ist er heute in Ludwigshafen zu erleben.
Die Band, die ihn begleitet, besteht aus Javon Jackson, Tenorsaxofon, Wallace Rooney, Trompete, Buster Williams, Bass, Larry Willis, Klavier, und Vincent Herring, Altsaxofon.

Enjoy Jazz at:

www.youtube.com www.facebook.com twitter.com