Der Musikjournalist Christian Broecking hat auch zum 11. Festival wieder Künstler aus dem diesjährigen Festivalprogramm in kurzen Audio-Portraits vorgestellt.
Der Musikjournalist Christian Broecking hat auch zum 11. Festival wieder Künstler aus dem diesjährigen Festivalprogramm in kurzen Audio-Portraits vorgestellt.
Kein Jazz-Album hat sich besser verkauft, kaum eines hatte größeren Einfluss auf alle möglichen Musiker und Genres. Miles Davis Album "Kind of Blue" gilt allgemein als Meilenstein der Jazz-Geschichte. Wallance Roney stand 1991 in Montreux zusammen mit Miles Davis auf der Bühne. Er erzählt seine Sicht über die Entwicklung des Jazz und seine Arbeit mit Miles Davis.
Sclavis, diese bedeutende, künstlerisch undogmatische und wandlungsfähige Stimme des europäischen Jazz und aller angrenzenden Grenzregionen, hat wiederholt betont, dass er seine Inspiration weniger aus der Musik als vielmehr aus den Musikern schöpfe, mit denen er sich auf Abenteuer einlasse.
Im vergangenen Jahr stand der Trompeter Terence Blanchard am Eröffnungswochenende von Enjoy Jazz gemeinsam mit Herbie Hancock auf der Bühne. Obwohl der in New Orleans gebürtige Musiker bereits auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken kann – zuletzt erhielt er zwei „Grammys“ – und früh von Ellis und Wynton Marsalis gefördert wurde, muss Blanchard hierzulande wohl noch immer als Geheimtipp gelten.
Die Liste der Musiker, mit denen Richard Bona zusammengearbeitet hat, ist imposant: Paul Simon, Harry Belafonte, Queen Latifah, Pat Metheny, Joe Zawinul, Herbie Hancock, Chick Corea, Branford Marsalis oder Bobby McFerrin, um nur ein paar Namen zu nennen. Seine eigenen Werke vereinen afrikanische Einflüsse, Soul, Funk und Jazz zu einer rhythmischen Melange.
Der amerikanische Jazz-Gitarrist Ralph Towner ist in diesem Jahr zweimal bei Enjoy Jazz zu erleben: Am 24. Oktober im Rahmen von "Der blaue Klang - 40 Jahre ECM" im Duo mit Paolo Fresu und am 8. November im Trio mit Wofgang Muthspiel und Slava Grigoryan.
„Ist es Comedy? Ist es Performancekunst? Ist es noch Jazz?“ Die Band selbst sieht das so: „We play jazz. We like to play all the jazz all at once as fast as possible.“
„Amerikas beste Sängerin“ (Time) als „Jazz-Sängerin“ zu bezeichnen, kommt fast einer Herabsetzung gleich: Cassandra Wilson versteht sich als „Vokalistin“ – und hebt damit den instrumentalen Charakter der Stimme hervor. In ihren Stimmbändern schwingen nicht nur Heroinen wie Ella Fitzgerald oder Nina Simone mit, sondern auch Blues-Sängerinnen wie Aretha Franklin oder mit dem Jazz liebäugelnde Popmusikerinnen wie Joni Mitchell.
Branford Marsalis, der ältere der Marsalis-Brüder, spielte mit The Grateful Dead und Public Enemy, schrieb Filmmusiken für Spike Lee und fusionierte mit dem Projekt Buckshot LeFonque Funk, R&B, HipHop und Jazz durchaus ansprechend. Sein Horizont pendelte zwischen Pop, „Contemporary Jazz“ (Albumtitel) und den „Footsteps of Our Fathers“ (Albumtitel).
Eine Gemeinsamkeit von Jazz und indischer Musik ist die große Offenheit beider Formen, sagt Vijay Iyer. Jazz und indische Musik sind in den großen Städten entstanden – hybride, unreine Idiome, die immer wieder Neues in sich aufgenommen haben
Sein Ton ist lyrisch, kann aber durchaus etwas Aufbrausendes, Raues, Aggressives annehmen. Auf seinem jüngsten Album „Compass“ experimentiert er mit verschiedenen Bandkonstellationen und entdeckt dabei erstaunliche, von ihm noch nicht betretene musikalische Pfade.
Der Pianist Jason Moran präsentierte 2008 sein eigenes Projekt The Bandwagon. In diesem Jahr kommt er zweimal: mit Harland, Holland und Potter im Overtone Quartet und im New Quartet vom Charles Lloyd.
Brad Mehldau, der als der technisch versierteste und vielseitigste Pianist seiner Generation gilt, steht in diesem Jahr zweimal im Enjoy Jazz Programm. Einmal mit seinem Trio und einmal in einem exklusiven Duo mit seinem ehemaligen Weggefährten Joshua Redman. Mehr zu seiner Sichtweise auf Musik hören Sie in diesem Podcast...
© 2010 Enjoyjazz GmbH
Impressum