Mi 03.11.2010
Deutschland
Karlstorbahnhof, Heidelberg
VVK 11 € zzgl. Geb. / AK 14 €
Beginn 21 Uhr / Einlass 20 Uhr
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Textor: voc, b
Holger Renz: g, voc
„Wir sind nicht eighteen ’til we die. Wir verändern uns. Unsere Musik und die Welt verändern sich. Das leise Lächeln bleibt auf unseren Gesichtern, aber die Productions aus dem Kinderzimmer gibt es nicht mehr. Es ist Zeit für Neues Ungewohntes.“ Diese Sätze erschienen im November 2007 auf der Webseite des vorzüglichen Ulmer Hip-Hop-Projekts Kinderzimmer Productions. Von 1994 bis 2007 machten Textor und Quasi Modo eine Art von elaboriertem Hip-Hop, der Hoffnung machte, dass da noch mehr geht in Sachen deutscher Reimschmiedekunst. Jetzt meldet sich Textor mit einem neuen Duo-Projekt zurück und singt den Blues. Den Blues mit Gitarre und Bass und Stimme. Und englischen Texten. Bedenkt man, dass Kinderzimmer Productions berühmt-berüchtigt waren für ihre Samples, dann ist diese Reduktion der Musik auf das Essentielle tatsächlich eine Riesenüberraschung. Aber wenn man sich erinnert, wie vehement Textor in den letzten Jahren über die Infantilisierung der Hip-Hop-Kultur geklagt und wie schonungslos er den Niedergang der Musikindustrie analysiert hat, dann ist der Schritt hin zu Textor & Renz eigentlich sehr konsequent. Ältere Fans der Skills von Textor werden sich eh erinnern, dass es bereits auf dem 1996-Albumklassiker „Im Auftrag ewiger Jugend und Glückseligkeit“ einen Track gab, der alles vermuten ließ: „I Got a Right to Sing the Blues“.
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