Fr 09.11.2007
England / Frankreich
Heidelberg
Karlstorbahnhof Heidelberg
VVK 20 Euro (zzgl. Gebühren) / AK 24 Euro
Beginn 21 Uhr Einlass 20 Uhr
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Le Peuple de l’herbe:
Psychostick : dr, programming / Spagg : b, programming / N’Zeng : tp, bugle, p / Rhodes :scratches, programming / Pee : scratches, synth, programming / JC 001 : voc, beatboxing
Kosheen:
Sian Powell: voc / Markee Morrison (DJ Substance): keys, g / Darren Beale (DJ Decoder): keys, b / Mitch Glover: dr / Garry Eccles: electronics/
Tighten Up ! Presents Le Peuple de l’herbe - Abschlussparty
Dub, Jungle, Hip-Hop, Rap, Reggea, Ragga, Rock, Jazz – und das vereint in einer einzigen Band! Das hört sich schwer nach einem wilden, leicht verquirlten Genremix an. Die Pariser Grenzgänger Le Peuple de l’Herbe verwandeln all diese Ingredienzien allerdings in ein äußerst genießbares Klanginferno – eine geniale Symbiose der verschiedensten Leidenschaften ihrer Mitglieder. „Herbe“ ist bekanntlich eine illegale Droge, die auch das Cover eines Albums der Band ziert – und ums High werden geht es in dieser Musik ebenso sehr wie um politisches Freidenkertum. Auf einem soliden Hip-Hop-Beat bauen sie dabei aus Samples und Live-Elementen einen verführerisch vehementen, unwiderstehlich kraftstrotzenden Sound, der die Partyreihe des Enjoy Jazz Festivals würdig abschließt. Tighten up!, Heidelberger Lokalmatadoren an den Turntables, dürften die Vorlage von Le Peuple de l’Herbe aufgreifen – und die Nacht zum Tag machen.
Kosheen
Spätestens seit 1990 genießt Avant-Dancefloor, made in Bristol, auch in einer größeren Öffentlichkeit einen klangvollen Namen. Massive Attack machten mit „Blue Lines“ den Anfang, Portishead setzten die Tradition fort und mittlerweile wurde die Fackel an Kosheen weitergereicht. Zwar kommen Kosheen nicht vom Dub und TripHop, sondern eher von Drum´n´Bass, aber auch den Multiinstrumentalisten Markee Substance, Darren Decoder und der charismatischen Sängerin Sian Evans ging es vorrangig darum, eine Form von Dancefloor mit tragfähiger Bühnenpräsenz zu entwickeln. Da traf es sich, dass Evans sich ohnehin als Songwriterin mit dem Vorbild Joni Mitchell verstand, während die beiden Jungs über eine veritable Punk-Sozialisation verfügten. Die erste Single „Hide U“ war die Hymne, auf die sich 2001 einigen konnte; das Debütalbum „Resist“ wurde ein genreübergreifender Klassiker voller Hits. Beim folgenden Album „Kokopelli“ wurde allerdings die Rock-Gitarre etwas über Gebühr revitalisiert, doch beim aktuellen Album „Damage“ zeigen sich die drei Soundtüpfler wieder auf der kreativen Höhe, die gerade live das einlöst, was der japanische Name der Band verspricht: Das Alte (Songwriting) und das Neue (Dancefloor) überzeugend verbinden.↵