So 18.10.2009
Ausverkauft. Eventuell nicht abgeholte Karten und Stehplatzkarten an der Abendkasse.
USA
Alte Feuerwache Mannheim
Alte Feuerwache Mannheim
VVK 26 € zzgl. Geb. / AK 30 €
Beginn 20:00 Uhr / Einlass 19:00 Uhr
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Besetung:
Joshua Redman : sax
Matt Penman : b
Greg Hutchinson : dr
Joshua Redman
Joshua Redman weiß, dass die großen Revolutionen des Jazz spätestens in den 1970er Jahren Geschichte waren – und er begreift das zugleich als Chance. „Wir bedienen uns aus dem großen Pool der Ideengeschichte des Jazz, doch wir führen nichts mehr weiter oder zu Ende“, sagte er kürzlich im Gespräch mit Christian Broecking. Redman spricht für eine Generation von Musikern, die man in den 90ern als Young Lions in der Szene empfangen und als Neotraditionalisten beschimpft hat: Dass sich hinter dem lauten Gebrüll etwas Substanzielles verbarg, stellte aber gerade der immer wieder mit Lester Young verglichene Joshua Redman unter Beweis. Redman - sein Vater Dewey hat als stilbildender Saxofonist Berühmtheit erlangt – kann sich nun in aller Seelenruhe aus jenem unerschöpflichen Pool des Jazz bedienen: Er hat sowohl die technischen Mittel dazu als auch einen „emotionalen Zugang“ zu seinem Material. Das Neue entsteht bei Redman nicht aus einer Dekonstruktion des Vorhandenen, sondern durch Intensivierung. Kein Wunder also, dass er fließende, melodische Linien liebt; sein Ton ist lyrisch, kann aber durchaus etwas Aufbrausendes, Raues, Aggressives annehmen. Auf seinem jüngsten Album „Compass“ experimentiert er mit verschiedenen Bandkonstellationen und entdeckt dabei erstaunliche, von ihm noch nicht betretene musikalische Pfade. Im letzten Jahr spielte er beim Enjoy Jazz Festival zwei großartige Konzerte sowohl im Duo mit Brad Mehldau als auch im Trio. Inzwischen hat Joshua Redman eingelöst, was der Saxofonist Illinois Jacquet vor einiger Zeit neidlos prophezeite: „Er könnte der nächste große Saxofonist sein.“