Louis Sclavis Quintet

Sa 24.10.2009

Der Blaue Klang. 40 Jahre ECM

Louis Sclavis Quintet

Frankreich

Aula der Universitat Mannheim
Aula der Universität Mannheim
VVK 16 € zzgl. Geb. / AK 19 €
Beginn 22.00 Uhr / Einlass 21.00 Uhr

Tagesticket (24.10.2009) VVK 42 € / AK 50 €
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Besetzung:
Louis Sclavis : cl, ss
Matthieu Metzger : ss, as
Olivier Lété : b
Maxime Delpierre : g
Eric Groleau : dr

Im Rahmen von Der Blaue Klang. 40 Jahre ECM

 

Louis Sclavis Quintet
Glaubt man den Aussagen von Louis Sclavis zu seinem neuen, von Homers „Odyssee“ inspiriertem Album „Lost On The Way“, dann muss man sich Irrfahrten des Odysseus auch als inspirierendes Abenteuer vorstellen, das neben neuen Ängsten auch neue Erfahrungen, neue Lustbarkeiten zu bieten hatte. Und Sclavis, diese bedeutende, künstlerisch undogmatische und wandlungsfähige Stimme des europäischen Jazz und aller angrenzenden Grenzregionen, hat wiederholt betont, dass er seine Inspiration weniger aus der Musik als vielmehr aus den Musikern schöpfe, mit denen er sich auf Abenteuer einlasse. So war es nur konsequent, aber dennoch eine Überraschung, als sich Sclavis 2005 für eine Auftragsarbeit eine Band zusammenstellte, in der die Mehrzahl der Musiker ungefähr 20 Jahre jünger und musikalisch anders sozialisiert sind (zum Beispiel hörbar mit Glenn Branca und Sonic Youth) als der 1953 in Lyon geborene Klarinettist und Saxophonist. Hatte man sich längst daran gewöhnt, den außerordentlich weit gespannten musikalischen Horizont des Franzosen mit dem Terminus „Imaginäre Folklore“ zu kontern, so bieten die Klanggemälde seiner beiden letzten Alben „L’imparfait des langues“ und eben „Lost On The Way“ etwas Unerhörtes bzw. zumindest Unerwartetes und Frisches: dräuende Free-Ambient-Post-Rock-Fusion im Anschluss an den späten elektrischen Miles Davis, die allerdings weiterhin Kontakt zu diversen mediterranen Folkloren und leichtfüßigen Kaffeehausmusiken hält. Alles scheint möglich, erlaubt ist es ohnehin.

Das Projekt wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

 

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