Sonore / The Thing

Mi 14.10.2009

Doppelkonzert

Sonore / The Thing

USA, Schweden, Deutschland / Schweden, Norwegen

Alte Feuerwache Mannheim
Alte Feuerwache Mannheim
VVK 18 € / AK 22 €
Beginn 20.00 Uhr / Einlass 19.00 Uhr
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Besetzung:
The Thing:
Mats Gustafsson : bs, slide sax
Ingebrigt Haker Flaten : b
Paal Nilssen-Love : dr

Sonore:
Ken Vandermark : ts, bs, cl
Peter Brötzmann : ts, bs
Mats Gustafsson : as, ts, tarogato

Sonore & The Thing
Mats Gustafsson muss verrückt sein! Oder in der Form seines Lebens!! Seit einigen Jahren sorgt er mit seinem Trio The Thing für Furore, wenn er an der Seite des Bassisten Ingebrigt Haker Flaten und des Schlagzeugers Paal Nilssen-Love mit einer hochenergetischen und sehr athletischen Variante von Freier Musik die Herzen seiner Hörer schneller schlagen und deren Ohren klingeln lässt. Gustafsson, der The Stooges für die beste aller Jazzbands hält, hat den Geist von Punk und Hardcore in den Jazz transportiert. Als The Thing frönen die drei Stars der Improv-Szene ihrer Leidenschaft und verbinden die raue Energie von Garagenrock-Klassikern der Sonics oder Black Sabbath mit der stupenden Kreativität der freien Improvisation. Das britische Fachblatt „The Wire“ witzelte über den testosterongeschwängerten Macho-Jazz von Gustafsson, dass ein Musiker, der beginne wie ein Peter Brötzmann am Rande der Extase, wenig Alternativen zu The Thing habe. Was das auch rein körperlich bedeutet, kann man an diesem Abend erleben, denn Gustafsson wagt das eigentlich Unmögliche: er spielt ein zweites Set mit dem Projekt Sonore. Dahinter verbergen sich Peter Brötzmann und Ken Vandermark und eben Gustafsson selbst. Drei Musiker, drei Generationen, drei Biografien, drei Spielweisen, drei musikalische Konzepte verschmelzen live zu einem massiven und zugleich fast zärtlich-aufmerksamen Organismus, der nur spielen will. Bislang reichten sowohl The Thing als auch Sonore als Brötzmanns Chicago Tentet immer eine gute Stunde, um Erschöpfendes zu kreieren. Aber, wie gesagt, diesmal will es Mats Gustafsson wirklich wissen, an die Grenze gehen: „Only The Devil Has No Dreams“ (Albumtitel).

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