Sa 15.10.2011
Marokko / Spanien / Tunesien
Aula der Universität Mannheim
VVK 19 € zzgl. Geb. / AK 23 €
Beginn 20 Uhr / Einlass 19 Uhr
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Amina Alaoui : voc, daf
Saïfallah Ben Abderrazak : v
Sofiane Negra : oud
José Luis Montón : flamenco g
Eduardo Miranda : mand
Idriss Agnel : perc, g
Einem größeren Jazz-Publikum dürfte die marokkanische Sängerin Amina Alaoui durch ihre integrale Mitwirkung auf Jon Balkes von der Kritik bejubelten »Folklore imaginaire«-Album „Siwan“ bekannt geworden sein. Doch Alaoui selbst hat bereits auf einigen Alben die Wurzeln der arabisch-andalusischen Musik Marokkos erkundet und dabei Elemente des spanischen Flamenco und des portugiesischen Fado einbezogen. Ihr geht es dabei nicht um eine nostalgische Musealisierung der untergegangenen mittelalterlichen Kultur von „Al Andalus“ mit ihren muslimischen, katholischen und jüdischen Einflüssen, sondern um einen grenzüberschreitenden Weg zu etwas, was sie „original expression“ nennt. Auf ihrem im Frühjahr 2011 veröffentlichten Album „Arco Iris“ erkundet sie, inwieweit in den arabischen und den andalusischen Kulturen Äquivalente zur portugiesisch-brasilianischen „Saudade“, der schönen Melancholie und der Schwermut existieren. In diesem Sinne ist Alaouis Musik nicht nur von umwerfender Schönheit, sondern auch Ausdruck einer ganz gegenwärtigen multikulturellen Utopie. Auf „Arco Iris“ wurde und beim Konzert wird sie von einem Ensemble herausragender Musiker begleitet, die selbst international anerkannte Größen in ihren jeweiligen Folklore-Szenen sind. Es handelt sich bei diesem Konzert also auch um ein Allstar-Treffen, das ganz im Zeichen des Soul steht: Dem leidenschaftlichen Soul des westlichen Mittelmeerraumes, geborgen im spanischen Begriff „Duende“.
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