Trauer um Peter Wolfgang Emter

Der Kulturjournalist Peter Wolfgang Emter ist tot.

Der aus Neckarsulm stammende Peter W. Emter entdeckte schon während seiner Schulzeit am Heilbronner Gymnasium und am Internat Schloss Salem seine Leidenschaft für den Jazz, die ihn ein Leben lang nicht loslassen sollte.

In Heidelberg studierte er zunächst Chemie, später Jura, machte sein Diplom in Soziologie und Politikwissenschaft. In Mannheim arbeitete Peter W. Emter zunächst mit sozial benachteiligten Jugendlichen, war dann ab den 1980er Jahren bis zu seinem Tod für die Kulturredaktion des SWR in Stuttgart tätig.

Ich kannte Peter W. Emter seit unserer gemeinsamen Studienzeit in Heidelberg. Auf die Entwicklung meiner persönlichen Leidenschaft für den Jazz hatte er einen großen Einfluss. Er wird fehlen – als Jazzexperte und als Mensch –, nicht nur mir.

Dr. h.c. Manfred Lautenschläger
Vorsitzender Enjoy Jazz Kuratorium

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Enjoy Jazz 2021

Heute hat der Vorverkauf für die ersten Veranstaltungen des Enjoy Jazz Festivals 2021 begonnen. Sichern Sie sich schon jetzt Tickets für die Konzerte internationaler Größen des Genres wie Lakecia Benjamin, Makaya McCraven, Jaimie Branch, Tigran Hamasyan und viele andere mehr. Karten gibt es hier und an allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen.

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AUSVERKAUFT

Am Sonntag, den 06.06., gastiert Enjoy Jazz bei der Sommerbühne des Karlstorbahnhofs Heidelberg. Das Konzert des Sepalot Quartet ist bereits ausverkauft.

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Die Grande Dame des Jazz wird 85

Vor genau 50 Jahren veröffentliche Carla Bley ihr Opus magnum, die Jazz-Oper “Escalator Over The Hill”. Es gilt bis heute als eine der herausragenden kompositorischen Leistungen des Jazz. Der “Guardian” nannte es gar “das Sgt.-Pepper-Album des neuen Jazz”. Wie ein Monolith ragt es aus der Werkgeschichte des Genres heraus. Überhaupt steckt viel Jazzgeschichte in diesem an Ehrungen reichen Leben: Noch keine 30, war Carla Bley Mitbegründerin und Co-Leader der einflussreichen Avantgarde-Formation “Jazz Composer’s Orchestra”. Der musikalische Think-Tank brachte Größen wie Michael Mantler, Roswell Rudd, Archie Shepp, Cecil Taylor, Don Cherry, Sun Ra oder Pharoah Sanders zusammen. Eine zweite Großformation hat sie ebenfalls maßgeblich mitgeprägt, als Komponistin und spätere Leiterin: das von Charlie Haden begründete “Liberation Music Orchestra”, das die taz einst süffisant als “die linke Eingreiftruppe des Jazz” bezeichnete.Bemerkenswert sind auch Bleys kammermusikalische Arbeiten, die in ihren jünsten “Trios”-CDs mit Steve Swallow und Andy Sheppard gipfeln – und in zwei fulminaten Konzerten bei Enjoy Jazz. Carla Bleys vielleicht größte Leistung aber ist, dem Jazz einen unvergleichlichen Humor geschenkt zu haben. Er prägt nicht nur die Gespräche mit ihr, wie wir vielfach erfahren durften, sondern auch viele ihrer Kompositionen und ist sowohl Ausdruck eines anarchischen Spieltriebs als auch Sinnbild für menschliche Zugewandheit und eine unerschütterliche Gelassenheit. Happy Birthday, Carla Bley!

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Solidaritätsaktion: Konzertstream zum Jazztag

In Kooperation mit der UNESCO City Of Music Mannheim, Next Mannheim und der Alten Feuerwache Mannheim streamt das Enjoy Jazz Festival am Freitag, den 30.04., ab 20 Uhr, ein Konzert mit Größen der regionalen Jazzszene zum Internationalen Jazztag der UNESCO. Die Veranstaltung ist eine Solidaritätsaktion mit den von der Corona-Pandemie besonders betroffenen freischaffenden Künstler*innen. Zusätzlich zur garantierten Festgage erhalten die Künstler*innen die Erlöse einer Spendenaktion, die über den Verkauf von Solidaritätstickets an Zuschauer*innen des Konzerts organisiert wird. Der Stream kann über die Kanäle des Enjoy Jazz Festivals auf Facebook und YouTube abgerufen werden.
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Enjoy Jazz-Konzert bei SWR2

Die wunderbare Reihe SWR2 NOWJazz bringt am Donnerstag, 18. März von 23:03 Uhr bis 00:00 Uhr unter dem Motto “Lob der Intuition” die Liveaufnahme des letztjährigen Konzertes von Kinan Azmeh und Florian Weber aus dem BASF-Feierabendhaus Ludwigshafen zu Gehör.

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Livealbum: Archie Shepp und Jason Moran bei Enjoy Jazz

Am Freitag, den 19. März 2021, veröffentlichen die weltbekannten Jazzmusiker Archie Shepp und Jason Moran das Livealbum „Let My People Go“ (Archieball Records) in Deutschland. Die Aufnahmen der darauf enthaltenen Stücke sind die erste gemeinsame Veröffentlichung der Musiker und in der Philharmonie de Paris während des Festival Jazz à la Villette 2017 sowie in der Alten Feuerwache Mannheim während des Festivals Enjoy Jazz 2018 entstanden. Vier der sieben Stücke auf „Let My People Go“ stammen von dem Konzert bei Enjoy Jazz.
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Zum Tod von Christian Broecking

Die Nachricht hat uns zutiefst erschüttert: Dr. phil. Christian Broecking, der ebenso kluge wie klare, der ebenso kenntnisreiche wie kritische Wegbegleiter unseres Festivals ist am 2. Februar in Berlin verstorben. Seine Bedeutung nicht nur für Enjoy Jazz, sondern für den Jazz in Deutschland und darüber hinaus kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Denn Broecking war wahrlich einzigartig in seiner stets auf Vermittelbarkeit bedachten Verbindung von Wissenschaftlichkeit und Empathie. Als Musikwissenschaftler und Soziologe hat er so konsequent wie kein zweiter Autor hierzulande den Jazz als gesamtgesellschaftliches Phänomen nicht nur meisterhaft tiefgründig beschrieben und vielfach überhaupt erst erschlossen, er war als Journalist, Autor, Verlagsinhaber und Hochschullehrer auch herausragend in der Vermittlungsarbeit. Broecking hat Standardwerke der Jazz-Publizistik verfasst, unter denen insbesondere die musiksoziologischen Studien „Respekt! Die Geschichte der Fire Music“ und „Black Codes“ herausragen. Seine akribisch recherchierte Biografie über Irene Schweitzer hat innerhalb des Genres Maßstäbe gesetzt. Und seine Fotografien, die im Rahmen unseres Festivals präsentieren zu dürfen wir das Glück hatten, sind kostbare Dokumente eines einzigartigen ganzheitlichen Blicks auf den Jazz und seine Protagonisten. Unvergessen bleibt auch die von ihm kuratierte und geleitete Konferenz „Lost in Diversity – A Transatlantic Dialogue on the Social Relevance of Jazz“, die 2012 ein Höhepunkt unseres Festivals war und im Folgejahr eine nicht weniger beachtete Fortsetzung fand. Und nicht zuletzt hat er unsere „Jazz Aperitifs“ genannten Kurzeinführungen zu ausgewählten Festival-Programmpunkten, zu Kult-Veranstaltungen gemacht, die den nachfolgenden Konzerten stets ebenbürtig waren. Nicht nur diese ebenso schönen wie inspirierenden Momente werden fortan fehlen. Er wird fehlen. Wir trauern um einen Freund. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie. Wir können nicht ermessen, was sie verloren hat.

 

Rainer Kern und das Team von Enjoy Jazz

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Veranstaltung zum Thema Konzert-Streaming

Am Montag, den 14. Dezember 2020, ab 19:00 Uhr veranstalten das Enjoy Jazz Festival und dessen Premiumförderer und Veranstaltungspartner BASF SE eine Online-Diskussion unter dem Titel “Streaming-Konzerte: Fluch oder Segen?” Es diskutieren dann Carine Zuber, Leiterin des Züricher Jazz Clubs Moods, Johannes Mnich, Intendant der Tauberphilharmonie, Alexandra Lehmler (Foto), Saxofonistin, Sarah Chaksad, Saxofonistin und Komponistin, Klaus Gasteiger, BASF-Kulturprogramm, und Rainer Kern, Leiter des Enjoy Jazz Festivals. Die Veranstaltung wird live und kostenlos über die Facebook-Kanäle des BASF Kulturmanagements und des Enjoy Jazz Festivals sowie den YouTube-Kanal von Enjoy Jazz gestreamt.

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