Abschlusskonzert Django Memories Quartet feat. Biréli Lagrène

Sa 11.11.2017


Christuskirche

VVK: 32 € zzgl. Geb

AK: 37 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Land: / Frankreich / Niederlande

Besetzung:
Biréli Lagrène: g
Stochelo Rosenberg : g
Hano Winterstein: g
Timbo Mehrstein : v
Xavier Nikqi : kb

Eine Handvoll Musiker lassen sich als wahre Innovatoren des Jazz begreifen. Louis Armstrong gehört dazu, Charlie Parker, Miles Davis, John Coltrane, Ornette Coleman. Und Django Reinhardt, der den Sinti-Jazz im Alleingang erfand und ein geniales Improvisationstalent besaß, sich nicht im geringsten um definierte Musikgattungen scherte und stattdessen Jazz, traditionelle Roma-Musik und französische Folklore zu etwas einzigartig Neuem verband. Ornette Coleman bescheinigte ihm, zu einer „reinen Musik“ gelangt zu sein. Wenn man in diesem Jahr also auf die Anfänge des Jazz zurückblickt, sollte man den 1910 geborenen Sinto Django Reinhardt nicht übersehen. Bereits im Februar wurde die Berlinale mit einem Bio-Pic über den stilprägenden Gitarristen eröffnet. Die Musik des Films stammte vom Rosenberg Trio, das seit vielen Jahren die Kompositionen und Ideen des Meisters weiterträgt. Der Gitarrist Stochelo Rosenberg kommt nun zum Abschluss des Enjoy Jazz Festivals zusammen mit einem Who-is-Who der Swing-Manouche-Szene, um dem verehrten Vorbild die Ehre zu erweisen. Die Besetzung entspricht genau dem klassischen Quintette du Hot Club de France: drei Gitarristen, Kontrabass und Violine. Freuen darf man sich besonders auf Biréli Lagrène, der aus der Reinhardt-Schule stammt und einer der vielseitigsten, kreativsten Gitarristen unserer Zeit ist. Er hat mit Jaco Pastorius gespielt, mit John McLaughlin, Gil Evans, Richard Galliano oder Herbie Hancock – um nur ein paar zu nennen. Eins ist also gewiss: Das Django Memories Quartet wird zusammen mit Biréli Lagrène den Geist Reinhardts in der Christuskirche zum Leben erwecken – und seine Musik ganz gegenwärtig klingen lassen. Das Enjoy Jazz Festival huldigt mit diesem Abschlusskonzert nicht nur dem ersten in Europa entstandenen Jazzstil, sondern setzt auch im „Jahrhundert des Jazz“ ein eigenes, denkwürdiges Glanzlicht.