Christoph Irniger Pilgrim

Mo 06.11.2017


Karlstorbahnhof

VVK: 17 € zzgl. Geb

AK: 21 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Land: Schweiz

Besetzung:
Christoph Irniger: ts
Stefan Aeby: p
Dave Gisler: g
Raffaele Bossard: b
Michi Stulz: dr

Der Klang fasziniert sofort. Und ist nicht recht zu fassen. Es gibt das Druckvolle, verwirrend Vielschichtige, manchmal Ambienthafte. Es gibt Ecken und Kanten. Daneben aber kaum merkliche, öffnende Übergänge. Immer wieder verschieben sich sanft die Klangbilder, legen sich über- und fließen ineinander oder lösen sich schwerelos auf. Innerhalb des Bandgefüges scheinen sich fortwährend neue Konstellationen zu bilden. Durch Klavier und Gitarre werden flächige Sounds geschaffen, die im nächsten Augenblick schon wieder in filigran-spleenige Solo-Ausbrüche übergehen. Das Saxofon kann eine sonore Ruhe ausstrahlen und sich kurz darauf explosionsartig in einen Coltrane-gleichen Rausch hineinsteigern. Die Rhythmusgruppe bildet nicht nur das ziemlich stabile Fundament des Ganzen, sondern gestaltet das Spiel auf immer wieder überraschende Weise mit. Motive werden von allen Seiten betrachtet, umtanzt, neu geformt. Pilgrim nennt sich die Band um den Saxofonisten Christoph Irniger – ein Schweizer Quintett, das durch alle möglichen Hörschulen gegangen ist und dessen einzelne Mitglieder mit Musikern wie Nasheet Waits, Chris Potter, Nils Wogram oder Ohad Talmor gearbeitet haben. In einem Interview wies Irniger auf eine große Inspirationsquelle hin: Miles Davis‘ zweites Quintett, das sich im Umgang mit dem Material ungeheure Freiheiten genommen habe. Spontaneität ist das Geheimnis von Pilgrim. Wunderbar nachvollziehen kann man das auf dem bislang letzten Album „Big Wheel“ (2016). Und natürlich bei den fantastischen Live-Konzerten.

Early Bird 15 €