Eröffnung Schwetzinger Jazztage: Egberto Gismonti solo

Fr 19.10.2018


Rokokotheater Schwetzingen

VVK: 45 / 37 / 28 / 20 € zzgl. Geb

AK: 50 / 42 / 32 / 24 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Reihe: Egberto Gismonti Solo

Land: Brasilien / Australien

Besetzung:
Egberto Gismonti: p, g
Chris Abrahams : p
Tony Buck : dr
Lloyd Swanton : b

Dass es Egberto Gismonti auf den beiden so unterschiedlich zu handhabenden Instrumenten Gitarre und Piano zu großer Vollkommenheit gebracht hat, erklärte er einmal so: Sein libanesischer Vater habe ihn sehr früh zum Klavierunterricht geschickt; seine Mutter wollte, dass er Gitarre lernt. So hat er von klein auf die Unterschiede zwischen verschiedenen Techniken erfahren und für sein Spiel fruchtbar gemacht. Die Experimentierfreude muss damals ihren Anfang genommen haben. Der 70-jährige Gismonti – der im Übrigen noch etliche weitere Instrumente beherrscht – ist seit dem Beginn seiner Karriere Ende der 60er Jahre auf kein Genre festzulegen: Er studierte u.a. bei Jean Barraqué, einem Schönberg- und Webern-Schüler; er liebäugelte zu Beginn noch mit dem Bossa Nova, integrierte aber bald die gesamte Bandbreite südamerikanischer Folklore, des Jazz und der klassischen Musik in sein perfektes Spiel und seine Kompositionen. Er hat mit Miles Davis, Herbie Hancock oder Airto Moreira gearbeitet, mit Jan Garbarek, Charlie Haden oder Ralph Towner, mit Elis Regina, Keith Jarrett oder Quincy Jones. Erst letztes Jahr war er zusammen mit der Sängerin Maria João zu Gast bei Enjoy Jazz. Bei seinen eindrücklichen Solo-Auftritten wechselt er zwischen Flügel und achtsaitiger Gitarre hin und her, und mit Hilfe beider Instrumente vermag er es, noch die fantastischsten Ideen in Klänge zu übertragen.