Els Vandeweyer

Th 08.10.2020


Karlstorbahnhof Heidelberg

Presale: 17,00 €plus fees

Box office: 22,00 €

Begin: 20:00

Entrance: 19:00

Country: Belgien

Besetzung:
Els Vandeweyer: vib

Muss die belgische Vibraphonistin Els Vandeweyer, die seit längerem in Berlin lebt und immer wieder zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein scheint, überhaupt noch vorgestellt werden? Das hängt wohl davon ab, in welchen Räumen des stark ausdifferenzierten Gebäudes aus Free Jazz, zeitgenössisch komponierter Musik und Improvisation sich das Publikum souverän zu bewegen weiß. Vandeweyer, die Klassische Perkussion in Antwerpen und Jazz-Vibraphon in Brüssel und Oslo studiert hat, war in Portugal eine Mitbegründerin des aufregenden IMI-Kollektief („Snug as a Gun“, 2006), spielt mit Fred Van Hove im Duo und im Quartett Quat, zu dem dann auch noch Paul Lovens und Martin Blume gehören („Live at Hasselt“, 2013). Weitere prominente Adressen, unter denen Vandeweyer anzutreffen ist, sind Pascal Niggenkemper Vision 7, das Andromeda Mega Express Orchestra oder auch Hans Unstern. Vandeweyer, die auch als Performerin in den Bann zu schlagen weiß, hat durch ungewöhnlich experimentierfreudige Spielweisen und unterschiedliche »Devices« wie beispielsweise mit Metallkügelchen gefüllte Tischtennisbälle auf den Schlegeln, Handschuhe mit Gumminoppen und präparierte Metallplatten das brav-cleane Image des Vibraphons aufgeraut und die Klangmöglichkeiten des Instruments ordentlich in Richtung „Noise und Poesie“ („Die Zeit“) verschoben und erweitert. Als Ende 2019 ihr Soloalbum „Debüt“ erschien, wurde es vom „Zeit“-Kritiker Ulrich Stock mit einer Eloge gefeiert. Er sei Vandeweyer, von der er zuvor noch nie gehört hatte, verfallen, als sie als »Artist in Residence« der (((potentiale))) 2019 in Kalbe an der Milde eine Solo-Performance hinlegte. Wer „Debut“ hört, versteht das nur zu gut! Doch noch besser ist’s, wenn man ihr bei der »Arbeit« zusehen kann.