Esmerine

So 04.11.2018 Abgesagt


Karlstorbahnhof Heidelberg

VVK: 17 € zzgl. Geb

AK: 21 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Land: Kanada

Besetzung:
Rebecca Foon : vc, voc, g
Bruce Cawdron : mar, glsp, dr, p, music box, hrm, perc, field recordings
Brian Sanderson : p, v, p-v, hrn, mlp, kamel ngoni, g, mar
Jamie Thompson : dr, nord modular G2, perc
Jérémi Roy : kb, b

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Es dürfte sehr eng werden auf der Bühne des Karlstorbahnhofs an diesem speziellen Konzertabend, denn Esmerine aus Montreal kommen als erklärte Multiinstrumentalisten, um die distinktiven, sehr vielschichtigen Klanglandschaften ihres aktuellen Albums „Mechanics of Domination“ zu performen. Um 2000 herum von der Cellistin Rebecca Foon (Thee Silver Mt. Zion) und dem Perkussionisten Bruce Cawdron (Godspeed You! Black Emperor) gegründet, entwickelte das Duo mit Gästen wie Sarah Neufeld oder Colin Steson einen Sound, der das Terrain zwischen kammermusikalischem Post-Rock (ohne Gitarren!), Minimalismus und neoklassischen Einflüssen umfasste. Als die zum festen Quartett angewachsene Band 2012/13 ihr viertes Album „Dalmak“ in Istanbul einspielte, kamen elektronisch verfremdete Einflüsse der Folklore des Nahen Ostens hinzu. „Dalmak“ wurde als „Album of the Year“ 2014 mit dem kanadische „Juno Award“ ausgezeichnet. Wie viele andere Bands und Projekte der Montreal-Szene pflegen auch Esmerine eine klare politische Haltung. Das 2015er Album „Lost Voices“ widmete sich dem Thema „Verlust“ – politisch, sozial, ökologisch, kulturell. „Mechanics of Domination“ fragt nun nach den Gründen dafür, aus einer Reihe unterschiedlicher Perspektiven, wobei ein Track wie „Que Se Vayan Todos“ einen populären Slogan der argentinischen Revolte gegen die Staatspleite von 2001/2 ins Spiel bringt. „The Wire“ charakterisierte das Album als elegischen Soundtrack zu einem imaginären Film über die Unmenschlichkeit und die Folgen der ökologischen Katastrophe, allerdings mit einem Gespür für subtile Momente des Widerstands, die »trotz alledem« etwas Hoffnung machen.