Gerald Clayton Trio

Mi 01.11.2017


Karlstorbahnhof Heidelberg

VVK: 18 € zzgl. Geb

AK: 22 €

Beginn: 21:00

Einlass: 20:00

Land: USA

Besetzung:
Gerald Clayton : p
Joe Sanders : b
Kendrick Scott : dr

Fast wäre es ein Wunder, wenn aus Gerald Clayton kein Musiker geworden wäre: Vater John ist ein angesehener Bassist, Onkel Jeff ein bekannter Saxofonist und Flötist – Gerald blieb also eigentlich gar keine Wahl, als das Familienerbe anzunehmen. Das Schöne sei gewesen, sagte er einmal, dass er schon als Kind ziemlich tiefe Einblicke in das Leben von Jazzmusikern bekommen habe. Aus dem Schatten seines Vaters und Onkels, mit denen er übrigens zuweilen zusammenspielt, ist Gerald Clayton längst herausgetreten. Mit 25 nahm der 1984 in Utrecht geborene und in Kalifornien aufgewachsene Pianist seine erste Platte auf. Damals galt er als Wunderkind. Einer seiner Lehrer war Kenny Barron. Er tourte mit dem Trompeter Roy Hargrove, stand mit Clark Terry, Charles Lloyd oder Ambrose Akinmusire auf der Bühne. Mit Terri Lyne Carrington und Christian McBride bearbeitete er das Ellington-Album „Money Jungle“ auf eindrucksvolle Weise neu. Und er entwickelt seit vielen Jahren mit seinem Trio einen Sound, den Lässigkeit und Wärme auszeichnet und der irgendwo zwischen Bill Evans und Benny Green, Tradition und Gegenwart, Hardbop und Mainstream einen eigenen Weg sucht. Der Bassist Joe Sanders begleitet ihn dabei schon sehr lange, Schlagzeuger Kendrick Scott, der unter anderem mit Lizz Wright und Pat Metheny arbeitete, ist seit kurzem Teil der Band. Claytons neuestes Album „Tributary Tales“ aus dem Frühjahr hat die Energie eines Musikers, der aus den Vollen schöpfen kann – und immer wieder neue Einflüsse zulässt.