Festivaleröffnung: Les Amazones d'Afrique

Di 02.10.2018


Stadthalle Heidelberg

VVK: 48 / 44 / 38 / 33 / 25 / 18 € zzgl. Geb

AK: 54 / 50 / 43 / 38 / 29 / 21 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Reihe: Learn To Enjoy Jazz

Land: Benin/ Gabon/ Mali/ Nigeria

Besetzung:
Mamani Keita : voc
Rokia Kone : voc
Awa Sangho : voc
Joseph Palmer : dr
Mamadou Diakite : g
Llorens Barcelo : key

In Christian Broeckings informativer Gesprächssammlung „Respekt! Die Geschichte der Fire Music“ wird David Murray wie folgt zitiert: „Mit allem, was ich tue, bin ich Protest, die Tradition der schwarzen Musik ist der Widerstand. In Afrika waren die Trommeln das Kommunikationsmedium, wir haben die Musik als Widerstandsmedium auf eine neue Stufe gehoben.“ Dass in Afrika längst mehr als »nur« getrommelt wird, wenn es um soziales Engagement und politischen Aktivismus geht, zeigt auf das Nachdrücklichste das feministische Kollektiv Les Amazones d´Afrique, eine Initiative und zugleich eine »Supergroup« westafrikanischer Sängerinnen, die sich 2015 in Mali gegründet hat, um gegen Gewalt gegen Frauen und Mädchen aktiv zu werden. Les Amazones d`Afrique agitieren gegen patriarchale Strukturen, häusliche Gewalt, Genitalverstümmelung und Zwangsverheiratungen. Die Einnahmen der ersten Single „I Play The Kora“ gingen an die „Panzi Foundation“, die im Kongo die Opfer sexueller Gewalt betreut. Bei »Les Amazones« mit dabei: Internationale Stars wie Angélique Kidjo, Mariam Doumbia, die aus Mali stammenden Mamani Keita, Rokia Kone, Awa Sangho und »Rising Stars« wie die nigerianische HipHop-Künstlerin Nneka. Ein Auftritt im Sommer 2016 beim WOMAD Charlton Park brachte ihnen einen Plattenvertrag bei dem renommierten „Real World“-Label von Peter Gabriel. Das Debüt „République Amazone“, sehr modern und mit allerlei Dub-, Desert Blues- und „Congotronics“-Sounds von Liam Farrell aka Doctor L produziert, sorgte entsprechend international für Furore. Dass Les Amazones d´Afrique bei allem Erfolg und Engagement eine pragmatische Perspektive auf die soziale Realität nicht verloren haben, belegt ein Satz, der sich auf ihrer „Artist-Site“ bei „real World“-Records findet: „We dare believe that music can contribute to the trigger of behaviour change.“ Nicht mehr, aber auch nicht weniger!