Mammal Hands

Mi 11.10.2017


dasHaus Ludwigshafen

VVK: 20 € zzgl. Geb

AK: 24 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Land: Großbritannien

Besetzung:
Nick Smart: p
Jordan Smart: sax
Jesse Barrett: dr, tabla

Über den minimalistischen, perkussiven Pianopatterns und den tranceartigen Beats scheint das Horn fast zu schweben, gerade wenn Jordan Smart zum Sopransaxofon greift und sich seine eingängigen Melodien über dem treibenden Untergrund dahinschlängeln. Die Musik von Mammal Hands wird gerne mit den Enjoy Jazz-Besuchern bereits bekannten GoGo Penguin verglichen – Post-Rock-Jazz, also ein zwischen den Genres flirrender Sound, der Indie-Hörer ebenso packt wie Jazzaficionados. Mammal Hands führen dieses undefinierbar-offene Spiel ziemlich weit: Die Vorliebe für rituelle, schamanische Musiken und afrikanische sowie arabische Rhythmusstrukturen trifft hier auf eine ja schon per se eklektizistische Minimal Music. Manche Kritiker fühlen sich an die spirituellen Klangwelten von Alice Coltrane und den expressiven Ton Pharoah Sanders‘ erinnert. Die ungewöhnlichen Verschmelzungen der unterschiedlichen Einflüsse erzeugen jedenfalls einen Sog. Die Haltung von Mammal Hands entspricht dabei eher elektronischen Dancefloor-Tüftlern als dem Virtuosentum des klassischen Jazz. Die Brüder Nick und Jordan Smart kommen tatsächlich aus dem Electronica-Kosmos, der erheblich erweitert wurde, als sie 2012 den Schlagzeuger Jesse Barrett trafen. Das basslose Trio veröffentlichte sein Debüt „Animalia“ 2014 auf dem Gondwana-Label, wo letztes Jahr auch der Nachfolger „Floa“ erschien. Der Titel steht natürlich für den Flow, den diese Band durch ihr hypnotisierendes Spiel entwickelt.