Portico Quartet

Fr 05.10.2018


dasHaus Ludwigshafen

VVK: 20 € zzgl. Geb

AK: 25 €

Beginn: 20:00

Einlass: 19:00

Land: Großbritannien

Besetzung:
Jack Wyllie : sax, elec
Milo Fitzpatrick : b, elec
Keir Vine : keys, hang dr
Duncan Bellamy : dr, elec

Immer in Bewegung bleiben! Als Portico Quartet 2009 erstmals bei Enjoy Jazz gastierten, war die junge Londoner Band ein Geheimtipp und zugleich Indiz, dass es sich beim kreativen Brit Jazz-Wunder jener Jahre mit Polar Bear, Acoustic Ladyland oder Get the Blessing nicht um einen Hype handelte. Mit „Knee-Deep in the North Sea“ (2007) gelang dem Quartett der Coup, das Debütalbum auf die Shortlist des „Mercury Prize“ zu setzen. Man spielte nach eigener Aussage „Post-Jazz“ mit Indie-Selbstverständnis und hatte als Alleinstellungsmerkmal ein recht junges Schlaginstrument namens Hang, dessen an Steeldrums erinnernder Sound die melodischen Varianten akustischer Minimal Music mal afrikanisch, mal karibisch einfärbte. Ein Album später war man kein Geheimtipp mehr, zwei Alben später war der Hangspieler Nick Mulvey weg; die Band schrumpfte zum Trio und erfand sich mit dem auf „Ninja Tune“ veröffentlichten Album „Living Fields“ (2015) als Electronica-Projekt neu. Auf „Art in the Age of Automation“ (2017) ist man wieder zu viert, hat wieder ein Hang an Bord, aber zudem Streicher und viel prozessierte Bläsersounds. Die komplexe Wall of Sound schlägt musikalisch ein neues Kapitel auf, für das Schubladen wie Downtempo Jazz oder Urban Ambient Design nur bedingt taugen. Bei „All about Jazz“ setzte man aufs Additive: „Minimalist-Ambient-Worldbeat-Techno-Sound-Skulpturen“. Fest steht allein: Portico Quartet bleiben unberechenbar, aber sämtliche Zwischenstationen und Umwege waren ungemein aufregend.