Maciej Obara Quartet

Sa 09.11.2019


Karlstorbahnhof Heidelberg

VVK: 28 zzgl. Geb

AK: 32

Beginn: 21:00

Einlass: 20:00

Reihe: Spotlight Polen

Land: Polen

Besetzung:
Maciej Obara : alto-sax
Dominik Wania : p
Ole Morten Vaagan : b
Gard Nilssen : dr

Krzysztof Komeda + Tomasz Stanko + Manfred Eicher – auf diese Formel könnte man den Eingangscode für polnische Jazzer auf’s internationale Parkett herunterbrechen. Im Falle des hochtalentierten Altsaxophonisten Maciej Obara, Jahrgang 1981, hat sich diese Formel, die sich bereits im Falle von Marcin Wasilewski bestens bewährt hat, einmal mehr bestätigt. Mit einem Trio gewann Obara 2006 einen Nachwuchswettbewerb. Der „ECM“-Produzent Manfred Eicher wurde auf den Musiker aufmerksam und empfahl ihn an den Trompeter Tomasz Stanko weiter, wo Obara in dessen Formationen Special Project und New Balladyna Quartet mitwirkte. Gleichzeitig war Obara als Leader in diversen Projekten tätig, darunter seit 2013 mit diesem polnisch-norwegischen Quartett, das nach einigen Livealben wie „Komeda“ (2013) Ende 2017 mit „Unloved“ ein erstes Studioalbum bei „ECM“ veröffentlichte und von der internationalen Kritik bejubelt wurde. Mit seinem lyrisch-balladesken Duktus, dominiert von Klavier und Saxophon, und der transparenten Produktion, klingt „Unloved“ fast wie ein archetypisches „ECM“-Album. Das Titelstück ist überdies die Interpretation einer Komeda-Komposition. Aber man lasse sich nicht täuschen: im hinteren Teil des Albums finden sich ein, zwei Stücke, die zeigen, dass dieses Quartett auch improvisatorisch über enorme Qualitäten verfügt und richtig Druck zu machen versteht.

Das Konzert ist bestuhlt.