When The Clouds Clear

When The Clouds Clear

When The Clouds Clear - A Light And Sound Poem

by Nik Bärtsch & Sophie Clements

Pianist und Komponist Nik Bärtsch und Visual Artist Sophie Clements kreieren gemeinsam live eine mesmerische Meditation über elementare Kräfte und Zyklen. Enjoy Jazz präsentiert When The Clouds Clear, eine live Performance in einer großen Raumskulptur, die solo Klavier mit Film und Installations-Design verbindet. Drei Schwingungs-Formen - Wasser, Licht und Klang - werden zu einem eindringlichen Werk kombiniert, das auf den Prinzipien Reduktion und Schlichtheit beruht. Der Betrachter wird so durch eine poetische Dramaturgie natürlicher Kräfte getragen.

Weitere Informationen:

Nach ihrem Treffen im Jahr 2008, als sie beim Punkt Festival in Norwegen in der gleichen Besetzung programmiert wurden, blieben Bärtsch und Clements an der Arbeit des anderen interessiert. Im Jahr 2015 begannen sie, über eine neue gemeinsame Arbeit zu diskutieren - ein Stück, das ihre künstlerischen Interessen und Sensibilitäten in einer ambitionierten, groß angelegten Live-Performance vereint und Solo-Klavier mit Skulptur, Film und Installationsdesign verschmilzt.

Durch konzentrierte Diskussionen über ihre Einflüsse und Kernthemen, die in ihren jeweiligen Praktiken vorhanden sind, identifizierten sie ihren konzeptionellen Treffpunkt - ein Interesse an einem Gefühl der Transzendenz, das in der Fokussierung auf einfache Formen liegt - das Einbeziehen des Zuhörers oder Betrachters in eine konzentrierte Erfahrung subtiler minimaler Veränderungen.

Dieser Ansatz ist in Bärtschs Musik in seinem rituellen Gebrauch von reduzierten ineinandergreifenden Rhythmen präsent:
"Nik Bärtschs eigener Markenzeichensong, die RITUAL GROOVE MUSIC, weist auf das Grundprinzip seines musikalischen Denkens hin. Die Musik zeigt eine enge Affinität zum architektonisch organisierten Raum und wird von den Prinzipien der Wiederholung und Reduktion sowie von ineinandergreifenden Rhythmen bestimmt. Es kann ein Musikstück betreten werden, das wie ein Raum bewohnt ist. Es bewegt sich vorwärts und verwandelt sich durch zwanghafte kreisförmige Bewegungen, Überlagerung verschiedener Meter und Mikrointeraktion. Die Aufmerksamkeit des Zuhörers richtet sich auf minimale Variationen und Phrasierungen."

Clements' Werk wurde als "poetische Meditation über Materialität" beschrieben - ihre Soloarbeiten dokumentieren Momente der Transformation und wenden akribische und rigorose Filmtechniken an, um elementare Materialien (wie Wasser, Holz, Explosionen und Beton) in einem Moment dramatischer Veränderung zu beobachten. Die daraus resultierenden, oft zyklischen Arbeiten ermöglichen eine konzentrierte Beobachtung eines Moments und eines Materials, das durch Naturkräfte - Licht und Schwerkraft - aktiviert wird.

Die Idee der Mesmerik und die sich verändernde Wahrnehmung der Zeit ist ein wichtiger Anknüpfungspunkt. Wo man sich leicht im Fluss der repetitiven oder minimalen Komposition verlieren kann, wie beim Betrachten des Lichts, das auf einer Wasseroberfläche tanzt - ein bestimmtes Klang- oder Bilderlebnis bewirkt die Verlangsamung, die Fokussierung der Aufmerksamkeit.

In ihren Diskussionen tauchte das japanische Gedicht "The Moon in the Water" als Anker für ihre Ideen und als passender Text zur Untermauerung der Arbeit auf:

The water does not try
to reflect the moon and the moon has no desire to be reflected
but when the clouds clear there is moon in the water

When The Clouds Clear' ist eine Erweiterung der Praktiken von Bärtsch und Clements, die das Mesmerische, das Elementarische und Rituelle in eine einstündige Live-Performance/Installation überführt. Das Ergebnis ist eine Dramaturgie einfacher Elemente, die Klang (verstärktes Soloklavier), Licht und Wasser als Kernmaterial verwendet. Jedes gefilmte Material ist aus Wasser, oder Zustände von Wasser, und wird auf 16mm Film gefilmt, als Kontrast zu harten Grafiken, die als

architektonische Lichtflächen, die den Performance-Raum durchschneiden. Das Archaische und Weiche, das sich am Klinischen und Technischen reibt, wie auch die organischen Töne des Flügels kontrastieren und resonieren mit der Präzision von Bärtschs komplexen rhythmischen Kompositionen. Drei Schwingungsformen, Wasser, Licht und Klang, verbinden sich zu einem Stück, das zwar in Reduktion und Einfachheit verwurzelt ist, den Betrachter aber auf eine poetische Dramaturgie der Naturkräfte mitnimmt.

Auftraggeber ist Rainer Kern, Leiter des Enjoy Jazz Festivals, Deutschland. In Kooperation mit dem Barbican Art Centre London. Ermöglicht durch die BASF SE.