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Enjoy Jazz Summer 2017

5. April 2017

Bevor es ab Oktober wieder sieben Wochen ‚Enjoy Jazz!‘ heißt, dürfen sich alle Musik Aficionados der Metropolregion Rhein-Neckar bereits im Sommer auf drei erstklassige Jazzkonzerte im Rahmen des...

Bevor es ab Oktober wieder sieben Wochen ‚Enjoy Jazz!‘ heißt, dürfen sich alle Musik Aficionados der Metropolregion Rhein-Neckar bereits im Sommer auf drei erstklassige Jazzkonzerte im Rahmen des Internationalen Festivals für Jazz und Anderes freuen! Den Anfang macht noch im Mai der Kalifornier Joshua Redman mit seinem Trio um Reuben Rogers und Greg Hutchinson in der Alten Feuerwache in Mannheim. Von Jazz, über Rock & Pop bis hin zu Weltmusik ist Redman in allen Genres bewandert und setzt regelmäßig eher neue Maßstäbe denn bloße Duftmarken. Weiter geht es im Juli mit Tini Thomsen's MaxSax: Die in Hamburg geborene Saxofonistin setzt auf Energie statt Ruhepuls. Foo Fighters statt Gerry Mulligan, Queens of the Stone Age statt Pepper Amdams – Vollgas geben ist ihre Spezialität. Die fünfköpfige Formation kommt nun im Sommer in die Metropolregion. Eines steht fest: Langweilig wird es nicht. Den Abschluss der Enjoy Jazz Summer Reihe bildet das koreanische Quartett Black String: Wie schafft man eine musikalische Originalität, die auf Altbewährtem aufbaut? Der vierköpfigen Formation gelingt das durch den individuellen Mix aus koreanisch-tradierten Klängen und jazzaffinen Anleihen, die auf Improvisation setzten. Hier treffen verschiedene Instrumente in einem unverkennbaren Zusammenschluss aufeinander: von traditionell folkloristischen Tönen des Geomun-go und der Perkussion bis hin zum modernen Sound der Jazz Gitarre. Black String: der Geheimtipp des Sommers!

31. Mai 2017, Joshua Redman Trio, Alte Feuerwache Mannheim,
Einlass 19:00, Beginn 20:00, Ticket VVK 30 € zzgl. Gebühren / AK 35 €

2. Juli 2017, Tini Thomsen's MaxSax, Karlstorbahnhof Heidelberg,
Einlass 19:00, Beginn 20:00, Ticket VVK 18 € zzgl. Gebühren / AK 22

5. Juli 2017, Black String, DasHaus Ludwigshafen,
Einlass 19:00, Beginn 20:00, Ticket VVK 20 € zzgl. Gebühren / AK 25 €

 

Baritonsaxofonist Ekkehard Jost verstorben

27. März 2017

Ekkehard Jost (*22.1.1938 ; +23.3.2017) // Ein Nachruf von Martin Laurentius: Mit geradezu feuilletonistischer Eloquenz stellte er profunde historische Bezüge sowohl zu den verschiedenen Landesszenen her als auch rüber in die USA...

Ekkehard Jost (*22.1.1938 ; +23.3.2017) //
Ein Nachruf von Martin Laurentius:

Mit geradezu feuilletonistischer Eloquenz stellte er profunde historische Bezüge sowohl zu den verschiedenen Landesszenen her als auch rüber in die USA. Jost, 1938 in Breslau geboren, war einer der Musikwissenschaftler, dem es stets gelang, den Elfenbeinturm zu verlassen und unterhaltend über sein Forschungsgebiet zu sprechen: über den Jazz in seinen vielfältigen stilistischen Ausprägungen. Denn Jost war selbst auch Musiker: Als geschmeidig phrasierender Baritonsaxofonist sorgte er schon während seines Studiums von 1959 bis 1965 in Hamburg für Aufsehen in der deutschen Jazzszene. Und weil er als Musiker anerkannt war und von seinen Kollegen geschätzt wurde, konnte er seine Arbeitsbereiche gut miteinander verbinden. Für seine Habilitation zum Thema Free Jazz lebte Jost zum Beispiel längere Zeit in New York, um direkt vor Ort mit den Protagonisten dieser revolutionären Musikgattung zu sprechen und deren Projekte musikwissenschaftlich zu analysieren. Ein weiteres Standardwerk ist seine Sozialgeschichte des Jazz in den USA, mit dem er die teils schwierigen Lebens- und Arbeitsbedingungen der US-amerikanischen Musiker beschreiben und analysieren konnte. Von 1973 bis zu seiner Emeritierung 2003 leitete Jost als Professor das Musikwissenschaftliche Institut der Universität Gießen, außerdem war er Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Internationalen Gesellschaft für Jazzforschung Graz und hatte unter anderem Lehraufträge in Marburg, Hamburg und Frankfurt. Doch neben seiner Karriere als Wissenschaftler mit internationalem Ruf blieb Jost zeitlebens Jazzsaxofonist, der kontinuierlich mit befreundeten Musikern (der Kontrabassist Dieter Manderscheid beispielsweise, oder der Schlagzeuger Joe Bonica) seine Projekte realisierte und auf seinem eigenen Label, Fish Records, veröffentlichte. Josts WDR-3-Sendereihe Jazzgeschichten aus Europa ist 2012 dann als Buch im Wolke Verlag erschienen. Dieses so Jost-typische Kompendium wird seine letzte Veröffentlichung zu Lebzeiten sein: Der Musikwissenschaftler und Jazzmusiker Ekkehard Jost ist in der Nacht des 23. März in Marburg im Alter von 79 Jahren gestorben.

"Godfather of Fusion" Gitarrist Larry Coryell gestorben

22. Februar 2017

"Als einer der ersten Gitarristen seiner Generation vermischte er Ende der Sechziger Rock- und Jazz-Elemente zu einem neuen Sound: Larry Coryell, der "Godfather of Fusion", ist im Alter von 73 Jahren...

"Als einer der ersten Gitarristen seiner Generation vermischte er Ende der Sechziger Rock- und Jazz-Elemente zu einem neuen Sound: Larry Coryell, der "Godfather of Fusion", ist im Alter von 73 Jahren gestorben. [...] Larry Coryell - wenngleich nicht so bekannt wie seine Zeitgenossen und Gitarristenkollegen John McLaughlin oder Pat Metheny - gilt als Pate dieser aktuell von Post-Hip-Hop-Künstlern wie Flying Lotus neu entdeckten Spielart, er wurde "Godfather of Fusion" genannt. Vor allem seine ersten beiden Alben "Coryell" und "Spaces" (beide 1969 auf Vanguard erschienen) gelten heute als wegweisende Meilensteine des Genres, auf Letzterem spielten spätere Genre-Größen wie McLaughlin, Chick Corea und Billy Cobham. Anfang der Siebzigerjahre gründete Coryell zusammen mit seinem guten Freund, dem Keyboarder Mike Mandel, dem Trompeter Randy Brecker, dem Bassisten Danny Trifan und dem Drummer Alphonse Mouzon die Fusion-Supergroup The Eleventh House, die jedoch nur drei Jahre zusammen blieb. Auch mit Miles Davis und Chet Baker spielte Coryell im Verlauf seiner langen Karriere. Mehr als 60 Soloalben brachte Coryell heraus, das letzte, "Barefoot Man: Sanpaku" erschien im Oktober 2016. Unermüdlich tourte der Gitarren-Virtuose mit seiner Musik, noch am vergangenen Wochenende hatte er zwei Auftritte im New Yorker Iridium Jazz Club absolviert. In der Nacht zu Montag verstarb Larry Coryell in seinem Hotelzimmer im Schlaf. Er hinterlässt seine Ehefrau Tracey, vier Kinder und sechs Enkel." Der Spiegel, Foto: Gijsbert Hanekroot/Redferns

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